Marktthese
Starker Preisauftrieb bei weiterhin moderaten Zinsen – Verkäufermarkt.
Kaufpreisentwicklung
Der deutsche Wohnimmobilienpreisindex erreichte im 2021 Q1 einen Stand von 171,4 Punkten auf Basis 2010 = 100. Der Index stieg gegenüber dem Vorquartal um 1,36 %.
Die bundesweite Entwicklung ist eine wichtige Orientierung, ersetzt aber keine Bewertung von Lage, Zustand, Nutzung und Mikromarkt einer konkreten Immobilie.
Mietentwicklung
Der Index der tatsächlichen Wohnungsmieten lag im Quartalsdurchschnitt bei 92,01 Punkten auf Basis 2025 = 100. Der Mietindex stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,40 %.
Finanzierung und Zinsumfeld
Der durchschnittliche Hypothekenzins lag bei 1,18 % p. a. Der Zins stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,01 Prozentpunkte. Finanzierungskosten bleiben ein zentraler Faktor für Nachfrage, Preisfindung und Anschlussfinanzierung.
Baugenehmigungen und Neubauumfeld
Die Baugenehmigungen im Wohnbau lagen im Quartalsdurchschnitt bei +19,94 % gegenüber dem Vorjahr. Als Frühindikator geben sie Hinweise darauf, wie sich das künftige Wohnungsangebot entwickeln könnte.
Bedeutung für Eigentümer, Verkäufer, Vermieter und Käufer
Die Marktphase Boomphase / Spitzenmarkt verlangt eine differenzierte Betrachtung. Verkäufer benötigen eine realistische Objektbewertung, Vermieter sollten Ertrag und laufende Kosten im Blick behalten, und Käufer müssen Preis, Zustand und Finanzierung gemeinsam kalkulieren.
Fazit
Starker Preisauftrieb bei weiterhin moderaten Zinsen – Verkäufermarkt. Für konkrete Entscheidungen sollte die bundesweite Entwicklung immer durch eine objektbezogene und lokale Einordnung ergänzt werden.
Quellen
- https://fred.stlouisfed.org/series/QDEN628BIS
- https://fred.stlouisfed.org/series/CP0410DEM086NEST
- https://www.globalpropertyguide.com/europe/germany/mortgage-interest-rate
- https://fred.stlouisfed.org/series/DEUODCNPI03GYSAM
Mietindex und Baugenehmigungsrate wurden in der Quelldatei als Quartalsdurchschnitt der Monatswerte verdichtet. Fehlende Werte wurden nicht geschätzt.

