Marktberichte

Immobilienmarkt Q4 2023: Preise, Mieten und Zinsen im Überblick

Preiskorrektur nach Zinswende: Kaufpreise deutlich unter Druck, Mieten steigen weiter – klassisches Zinswende-Quartal.

7 Minuten LesedauerImmobilienkontor Rhein-Ruhr GmbH
Kaufpreisindex171,5-1,94 % zum Vorquartal
Mietindex96,55+0,42 % zum Vorquartal
Hypothekenzins4,15 %+0,06 Prozentpunkte zum Vorquartal
Baugenehmigungen-23,79 %gegenüber dem Vorjahr

Marktthese

Kaufpreise deutlich unter Druck, Mieten steigen weiter – klassisches Zinswende-Quartal.

Kaufpreisentwicklung

Der deutsche Wohnimmobilienpreisindex erreichte im 2023 Q4 einen Stand von 171,5 Punkten auf Basis 2010 = 100. Der Index sank gegenüber dem Vorquartal um 1,94 %.

Die bundesweite Entwicklung ist eine wichtige Orientierung, ersetzt aber keine Bewertung von Lage, Zustand, Nutzung und Mikromarkt einer konkreten Immobilie.

Mietentwicklung

Der Index der tatsächlichen Wohnungsmieten lag im Quartalsdurchschnitt bei 96,55 Punkten auf Basis 2025 = 100. Der Mietindex stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,42 %.

Finanzierung und Zinsumfeld

Der durchschnittliche Hypothekenzins lag bei 4,15 % p. a. Der Zins stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,06 Prozentpunkte. Finanzierungskosten bleiben ein zentraler Faktor für Nachfrage, Preisfindung und Anschlussfinanzierung.

Baugenehmigungen und Neubauumfeld

Die Baugenehmigungen im Wohnbau lagen im Quartalsdurchschnitt bei -23,79 % gegenüber dem Vorjahr. Als Frühindikator geben sie Hinweise darauf, wie sich das künftige Wohnungsangebot entwickeln könnte.

Bedeutung für Eigentümer, Verkäufer, Vermieter und Käufer

Die Marktphase Preiskorrektur nach Zinswende verlangt eine differenzierte Betrachtung. Verkäufer benötigen eine realistische Objektbewertung, Vermieter sollten Ertrag und laufende Kosten im Blick behalten, und Käufer müssen Preis, Zustand und Finanzierung gemeinsam kalkulieren.

Fazit

Kaufpreise deutlich unter Druck, Mieten steigen weiter – klassisches Zinswende-Quartal. Für konkrete Entscheidungen sollte die bundesweite Entwicklung immer durch eine objektbezogene und lokale Einordnung ergänzt werden.

Quellen